Projekte

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Seit über 15 Jahren planen und realisieren wir Agroforst- und Wässersysteme in unterschiedlichen Regionen, auf verschiedensten Böden und unter unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen. Dabei haben wir viel gelernt – über Wasserhaushalt, Bodenfruchtbarkeit, Pflanzenwahl, Maschineneinsatz und die Dynamik zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Ökologie. Diese Erfahrungen haben wir konsequent ausgewertet und aus dem ursprünglichen Ansatz des “Keyline Design” Methoden entwickelt, die auch in der modernen, mechanisierten Landwirtschaft stabile und funktionale Wässersysteme ermöglichen. Seither erlebt die Arbeit mit dem Wasser vor allem deutschsprachigen Raum eine Renaissance, und auch Agroforstsysteme sind als “Zukunftstechnologie” wieder in aller Munde.

Hier möchten wir eine kleine Auswahl unserer Projekte vorstellen, die einen Eindruck von den vielfältigen Möglichkeiten vermitteln.

Katzhof

Auf dem Katzhof im Kanton Luzern entstand in der planerischen Verantwortung von Baumfeldwirtschaft eines der ersten modernen Wässersysteme Europas, das klassische Keyline-Ansätze hinter sich lässt und konsequent auf die Anforderungen heutiger Landwirtschaft ausgerichtet ist. Ein durchgängiges System aus Gräben, Teichen und schwerkraftbasierter Wasserführung verbindet Wasserrückhalt, Erosionsschutz und gezielte Bewässerung mit Agroforstkulturen wie Esskastanien, Obst und diversen Nüssen - integriert in den gesamten Betriebsorganismus und praxistauglich umgesetzt.

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Hof Schreiber

Der Ackerbaubetrieb Schreiber GbR, den Landwirt Stefan Schreiber in Neindorf (Landkreis Wolfenbüttel) führt, bewirtschaftet über 200 Hektar Acker am westlichen Rand der Magdeburger Börde. Gemeinsam mit der Firma Baumfeldwirtschaft wurde dort 2024 ein Wässersystem mit Agroforst umgesetzt: Aus dem Keyline Design weiterentwickelte Retentionsgräben in Kombination mit Pappelstreifen, Wertholzbäumen und Heckensträuchern bremsen Starkregen, halten Wasser in der Fläche und verhindern Erosion.

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Wilmars Gärten

Wilmars Gärten wurde 2017 von Maria Giménez ins Leben gerufen und umfasst rund 360 ha Fläche in Brandenburg nach regenerativen, chemiefreien Prinzipien. Neben Market‑Garden-Elementen umfasst der Betrieb agroforstliche Strukturen, darunter Streuobstwiesen und Pappel-Kurzumtriebsplantagen mit Getreidefeldern.  

Heute ist Wilmars Gärten ein lebendiger Demonstrationsbetrieb: Er verbindet Bodenaufbau, Wasserretention, Biodiversität und regenerative Gemüseproduktion. Der Betrieb zeigt, wie eine klimafähige, ökologisch und ökonomisch erfolgreiche Landwirtschaft in großem Maßstab funktionieren kann.  

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HOF DÜPOW

Düpow1

Ab 2019 entwickelte Philipp Gerhardt die ersten Agroforststrukturen für den Betrieb Hof Düpow, ab dem Frühjahr 2020 folgte die stufenweise Umsetzung. In die bestehenden Schläge wurden Streifen mit Pappeln im Kurzumtrieb sowie heckenartige Gehölzstrukturen integriert. Ein Teil dieser Bereiche wird als Dauerkultur geführt, andere bleiben weiterhin als Acker- oder Grünlandflächen nutzbar.

Inzwischen sind auf rund 75 Hektar Agroforstfläche etwa 6,5 Hektar mit Gehölzen bestockt. Das entspricht knapp neun Prozent der Gesamtfläche und der Betrieb ist ein mit seiner vorbildlichen, neuen Gehölzlandschaft ein wunderbares Beispiel für eine klimaaktive Gestaltung der konventionellen Landwirtschaft.

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Rittergut Lucklum

Lucklum

Das Rittergut Lucklum ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie traditionelle Landwirtschaft und moderne Landschaftsgestaltung zusammenfinden können. Auf dem historischen Gut bei Braunschweig entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Betrieb ein Agroforst- und Keyline-System, das heute beispielhaft zeigt, wie Wasser, Boden und Pflanzen in eine neue Balance gebracht werden können.

Ausgangspunkt war eine deutliche Bodenerosion auf den Ackerflächen und die Herausforderung, Wasser besser in der Fläche zu halten. Mit präziser Geländeaufnahme, Keyline-Planung und einer standortangepassten Pflanzenauswahl wurde ein System entwickelt, das den Wasserabfluss reduziert, die Infiltration erhöht und zugleich die Biodiversität fördert.

Kontakt

Sie planen ein Agroforst- oder Keyline-Projekt oder möchten ein Vorhaben weiterentwickeln? Schreiben Sie uns. Wir schauen gemeinsam auf Ihre Flächen, klären Ziele, Rahmenbedingungen und Förderung und prüfen, wie wir Sie mit Konzeption, Planung, Umsetzung und Begleitung vor Ort unterstützen können – vom ersten Konzept bis zum fertigen System.

Hof Aebleten - MINGA VO MEILE

Die “Minga vo Meile” ist eine solidarische Landwirtschaft, die von Lukas und Jeannine van Puijenbroek auf dem Hof Aebleten in Meilen am Zürichsee aufgebaut wurde. Auf den Flächen des Hofes hat Philipp Gerhardt die beiden ersten “Keyline”-Systeme der Schweiz geplant und gemeinsam mit Lukas umgesetzt. Dabei stimmt das nicht ganz, denn für die beiden Systeme wurde planerisch Neuland beschritten und erst aus der Retrospektive zeigt sich, dass hier etwas ganz neues entstanden ist. Die “Minga” ist damit ein wichtiger Lern- und Vorzeigebetrieb für regenerative Landwirtschaft und hat trotz ihrer kleinen Fläche landwirtschaftliche Geschichte geschrieben…

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THOMASBURG

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Das Hofprojekt Thomasburg ist eine entstehende solidarische Hofgemeinschaft in der Nähe von Lüneburg. Auf einem bisherigen Kartoffelacker entsteht ein vielfältiges Nachhaltigkeitsprojekt, das Wohnen, regenerative Landwirtschaft und Kultur verbindet. Im umgebauten Wohnhaus leben künftig Menschen, die Hof- und Gartenarbeit, Organisation und Kulturangebote gemeinschaftlich tragen. Die Flächen werden schrittweise in einen artenreichen Waldgarten mit Gemüsebau, Obst, Sträuchern und Begegnungsorten umgestaltet.

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Hasendorf

Hasendorf

Bei diesem Projekt war ein Starkregenereignis ein ausschlaggebender Impuls. Die Einrichtung im Dorf wurde durch ein Hochwasser überschwemmt, das Gebäude wurde beschädigt. Baumfeldwirtschaft entwickelte ein Keyline-System, welches das Wasser effizient zurückhält. Zusätzlich sorgt ein Agroforstsystem für Stabilität und zukünftige Erträge.

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Lindenhof

Der Bioland-Betrieb Lindenhof in Eilum wurde 1978 von einer Gruppe junger Menschen übernommen und hat sich von einem Selbstversorger-Projekt zu einer hofgemeinschaftlich geführten Landwirtschaft mit rund 140 Hektar entwickelt. In einer weiten Fruchtfolge werden Getreide, Hülsenfrüchte, Öllein und verschiedene Kartoffelsorten angebaut, ergänzt durch eine Gemüsegärtnerei mit Direktvermarktung über Hofladen und Wochenmärkte. Über die Solidarische Landwirtschaft „Landwandel“ versorgt der Hof die Region mit Bio-Lebensmitteln und zeigt, wie vielfältige, bäuerliche Strukturen erhalten werden können.

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GUT WOLLETZ

Gut Wolletz liegt am Wolletzsee bei Angermünde, mitten im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Baumfeldwirtschaft hat dort ein Agroforstsystem geplant und umgesetzt. Entlang der Schläge wurden unter anderem Baumstreifen und Gehölzstrukturen in die landwirtschaftliche Nutzung integriert, um Wind zu brechen, Wasser länger in der Fläche zu halten und Lebensräume zu schaffen. So verbindet der Betrieb seine naturnahe Bewirtschaftung mit moderner Klimaanpassung – und wird zu einem wichtigen Referenzort für Agroforst in Brandenburg.

Haldenhof

Auf rund 6,1 Hektar entstand am Haldenhof ein agroforstliches Schaufenster für eine Marktgärtnerei mit modernem Wassermanagement. Etwa 1 Hektar erhielt Ackerstatus für gärtnerischen Gemüsebau, die übrigen Flächen bleiben Dauergrünland und wurden als silvopastorale Streuobstwiese entwickelt. Entlang der Höhenlinien – am süd- bis südwestexponierten Hang (690–710 m) strukturieren Baum- und Heckenstreifen die Fläche, bremsen Wind, spenden Schatten und leiten Niederschläge in den Boden.

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ARMENIEN

SHEN ist eine armenische Nichtregierungsorganisation, die seit 1988 ländliche Gemeinden stärkt und nachhaltige Entwicklung fördert. Ihr Ansatz reicht von sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung bis zu Umwelt- und Waldschutz; zuletzt hat Shen Agroforst als neuen Schwerpunkt gestartet, u. a. mit einem ersten Agroforst-Pilot in Shenavan (2024) und der Mitgründung der „Forest Alliance of Armenia“, die sich für Wiederbewaldung, Erosionsminderung und wasserbewusste Landschaften einsetzt.

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Gladbacherhof

Auf dem Gladbacher Hof zeigt Agroforst, wie Landwirtschaft produktiver und resilienter werden kann. Zwischen Ackerstreifen wachsen Hecken aus Wildgehölzen, Obst- und Werthölzern; sie brechen den Wind, halten Feuchtigkeit in der Fläche und liefern künftiges Holz, Früchte und Habitat. In Senken leiten Wässerlinien Niederschläge flach über die Fläche, sodass mehr Wasser einsickert und Erosion auf schweren Böden deutlich abnimmt. Blühstreifen verbinden die Gehölzreihen, fördern Bestäuber und Nützlinge und reduzieren den Pestiziddruck.

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Kontakt

Sie planen ein Agroforst- oder Keyline-Projekt oder möchten ein Vorhaben weiterentwickeln? Schreiben Sie uns. Wir schauen gemeinsam auf Ihre Flächen, klären Ziele, Rahmenbedingungen und Förderung und prüfen, wie wir Sie mit Konzeption, Planung, Umsetzung und Begleitung vor Ort unterstützen können – vom ersten Konzept bis zum fertigen System.