Haldenhof
Auf rund 6,1 Hektar entstand am Haldenhof ein agroforstliches Schaufenster für eine Marktgärtnerei mit modernem Wassermanagement. Etwa 1 Hektar erhielt Ackerstatus für gärtnerischen Gemüsebau, die übrigen Flächen bleiben Dauergrünland und wurden als silvopastorale Streuobstwiese entwickelt. Entlang der Höhenlinien – am süd- bis südwestexponierten Hang (690–710 m) strukturieren Baum- und Heckenstreifen die Fläche, bremsen Wind, spenden Schatten und leiten Niederschläge in den Boden.
Tiefenlockerung, flache Mulden und kleine Speicherteiche halten Wasser vor, verteilen Feuchtigkeit um und beugen Dürreschäden vor. Robuste Arten wie Apfel, Birne, Esskastanie, Hasel und Vogelkirsche sowie begleitende Pioniergehölze fördern Bodenaufbau und Biodiversität.
Kleegras und Blühstreifen stärken Nützlinge. Die Bewirtschaftung erfolgt kooperativ: Beweidung und Mahd mit dem Nachbarbetrieb, der Gemüsebau durch einen Pächter. Lehrpfade, einfache Monitoring-Plots und die sichtbare Wertschöpfung aus Früchten, Mulch und Holz machen die positive Wirkung greifbar. Es entstand ein resilienter, klimawirksamer Betriebsteil, der Natur und Nutzung verbindet.