Hof Düpow

Der Hof Düpow in der Prignitz bewirtschaftet rund 560 Hektar Ackerland, davon etwa 20 Prozent im Eigentum. Angebaut werden Raps, Getreide, Mais, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Kartoffeln und Spargel. Wiederkehrende Trockenheit, Winderosion und Extremwetter führten zu einem Kurswechsel: Die Landschaft sollte widerstandsfähiger werden, Grundwasserentnahmen für Beregnung möglichst entfallen und die Biodiversität zunehmen.

Ab 2019 plante Baumfeldwirtschaft Agroforstsysteme und ab Frühjahr wurden sie 2020 umgesetzt: in die Felder integrierte Streifen aus Pappeln (KUP) und heckenartige Gehölzstrukturen, teils als Dauerkultur, teils weiter als Acker oder Grünland geführt. Heute stehen auf etwa 75 Hektar Agroforstflächen rund 6,5 Hektar Gehölze – knapp neun Prozent. Die Streifen brechen Wind, reduzieren Verdunstung und Bodenerosion und verbessern das Mikroklima. Zugleich bleiben Traktorgassen und Schlaglogistik erhalten.

Berichtet werden stabilere, teils steigende Erträge auf den Agroforstschlägen. Positiv wirkt sich auch das sichtbar verantwortungsvolle Management gegenüber der Allgemeinheit aus: Boden, Wasser und Landschaft werden geschützt, was Akzeptanz schafft. Der Hof ist so zu einem regionalen Beispiel geworden, wie konventioneller Ackerbau wirtschaftliche Tragfähigkeit mit Landschaftsqualität verbinden kann und die Feldflur wieder einladender für Menschen macht.