Kurse und Vorträge

 

Aktuelle Angebote unter baumfeldwirtschaft.de/termine

Vorträge und Workshops wurden und werden von mir immer wieder gehalten, z.B. für das Biosphärenreservat Mecklenburgisches Elbetal, den Internationalen St.-Hubertus-Orden, das Projekt ‚Wir bauen Zukunft‚, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft oder die Agroforstkampagne.  Die Vorträge und Seminare werden stets aktualisiert und basieren neben meiner Erfahrung auf wissenschaftlicher Primärforschung. Quellenangaben und Skripte zu den Vorträgen können zur Verfügung gestellt werden. Das Format kann zwischen populär- und wissenschaftlich variieren. Auch andere Themen/Fragestellungen sind möglich. Bei Interesse bitte unter Kontakt melden.

Kurse

Ich gebe immer wieder individuelle Kurse für Geimeinschaften oder Fachhochschulen und Universitäten. Aktuelle öffentliche Kursangebote finden sich unter baumfeldwirtschaft.de/termine. Einige Kurse, die ich regelmäßig im Programm habe sind z.B.:

Rationelles Design von Waldgärten und Agroforstsystemen

In diesem Kurs vermittle ich die Grundlagen, um einen Waldgarten oder ein Agroforstsystem zielorientiert und effizient anzulegen. Oft wird mit Waldgärten eine gewisse Unordnung und ein Bild von hohen Bäumen und viel Schatten assoziiert. Wir werden sehen, dass das überhaupt nicht so sein muss! Anhand der Erfahrungen aus traditionellen Waldgartensystemen, ökologischen Modellen und den Erkenntnissen der neuesten Forschung wird aufgezeigt, wie Waldgärten und Agroforstsysteme stabil, produktiv und effizient angelegt und genutzt werden können.

Selbstversorgung fossilfrei – Werkzeuge und Techniken für Waldgärtner*innen 

In diesem Kurs lernst du, welche Werkzeuge und Techniken wir nutzen können, um ohne den Einsatz fossiler Rohstoffe Land zu bewirtschaften und eine solide Selbstversorung aufzubauen. Das Bekenntnis zu einer enkeltauglichen Lebensweise scheint oft ein großer Schritt, wenn man auf Traktor, Motorsäge oder schon einen Rasenmäher verzichten möchte. Doch du wirst staunen, was man mit gutem Handwerkzeug, ein paar Tricks und Kniffen bewerkstelligen kann! Der persönliche Austritt aus dem fossilen Zeitalter wird sozwar nicht zum Spaziergang, aber mit einer guten Basis fällt alles viel leichter, als sich die meisten vorstellen können. Im gemeinschaftlichen Waldgarten erfährst und verinnerlichst du neues altes Wissen: Du nimmst den höchsten Stand fossilfreier Techniken mit, um danach mit Leichtigkeit in ein zukunftsfähiges Leben zu starten.
Am Ende des Kurses hast du einen Überblick und kennst den Weg, um dein Selbstversorger*innen- oder Gemeinschaftsprojekt auf eine wirklich enkeltaugliche Wirtschaftsweise umzustellen.

Kreisläufe schließen – Kompost, Trenntoiletten, Terra Preta 

 

In diesem Kurs nehmen wir uns Zeit, die Zusammenhänge in den Ökosystemen zu verstehen, die uns ernähren und die wir auch für kommende Generationen erhalten wollen – und wir lernen ganz praktische Methoden, wie wir an jedem Ort auf der Welt eine Kreislaufwirtschaft schaffen können. Die Schlüsseltechnologien sind die Herstellung von Pflanzenkohle, das Kompostieren und Fermentieren von Lebensmitteln, Fäkalien und anderer Biomasse und der Bau hygienischer Sanitäreinrichtungen. Im Kurs wird eine einfache Trenntoilette gebaut und es werden verschiedene Kompostiersysteme vorgestellt und diskutiert.

QGIS Einsteigerkurs – Fokus Waldgarten- und Agroforstplanung

In diesem Kurs zeige ich, wie man die freie Software QGIS nutzen kann, um damit Agroforstsysteme oder Waldgärten zu planen. Da es sich dabei um einen sehr technischen Kurs handelt, bei dem man neben einer kleinen Feldübung hauptsächlich am Computer sitzt, findet er meist im Winter statt.

 

Rückmeldungen von Teilnehmer*innen:

„Ich konnte sehr viel Neues mitnehmen. Am liebsten würde ich Philipps Kopf einmal ausschütteln und mir später noch mehr anhören… Super leicht erklärt und trotzdem anspruchsvoll!“

„Sehr fundiert, aber trotzdem so ungezwungen und locker!“

„Sehr informativ! Fand ich gut! Gleichzeitig wurde dabei eine Lebensphilosophie vermittelt, die den Spannungsbogen getragen hat!“

„Sehr schönes Niveau, viele interessante Nebeninformationen. Hätte mir noch mehr über die Ansprüche von Arten gewünscht. Aber sonst super geil, besser als mancher Prof erklärt!“

„Sehr spannend, fundiertes Wissen!“

„Guter Einblick in die Idee von Waldgärten. Mehr praktische Anwendung!“

„Danke für den Tanz!“

„Inhaltlich super vorbereitet und belegt, toller Input und verständlich erklärt!!!“

„Mehr praktische Elemente einbauen, z.B. Veredelung vorzeigen!“
– Anmerkung: Dafür braucht es allein einen Wochenendkurs.

„I am satisfied with the content of this workshop.“

„Reichlich, viel, zu einseitig erklärt. Vorher Gruppen-Intelligenz abfragen und darauf reagieren.“
– Anmerkung: Es gibt eine ausführliche Anfangsrunde mit den Erwartungen und Vorkenntnissen und immer wieder die Ansage, dass jederzeit Gelegenheit zum Nachfragen ist.

„Perfekt.“

 

Vorträge

Auch Vorträge halte ich zu verschiedensten Gelegenheiten und immer wieder für ein anderes Publikum. Sowohl wissenschaftliche Konferenzbeiträge, Vorträge für ein Fachpublikum, aber auch für die interessierte Öffentlichkeit gehören dazu. Einige Beispiele sind:

Nachhaltigkeit – Geschichte(n) und Zukunft eines überstrapazierten Begriffs.

Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde. Doch die wenigsten wissen wirklich, wo der Begriff herkommt, was er bedeutet und welche Ziele mit ihm verbunden sind. Daher wird er oft missbraucht. Dip.-Forstwirt Philipp Gerhardt führt in diesem Vortrag durch die Geschichte der Nachhaltigkeit von ihren Anfängen bis zum modernen, international anerkannten Leitmotiv menschlicher Entwicklung. Er erzählt Geschichten rund um die ‚forstlichen Klassiker‘, den ‚Erdgipfel‘, ‚Biosphärenmenschen‘ und darüber, wie hinter verschlossenen Türen an Schlupflöchern getüftelt wurde und wird. In der Zusammenschau entsteht so ein Bild, das zeigt, wie transzendent der Begriff eigentlich ist und wie wichtig es ist, ihn intensiv zu spüren und im Alltag präsent zu machen. So zeigen sich Wege in eine tatsächlich nachhaltige Zukunft.
Vortrag mit Bildpräsentation

Terra Preta – Perspektiven der ‚Schwarzen Erde‘ für Bodenverbesserung und Klimaschutz

Das ‚Schwarze Gold Amazoniens‘, Terra Preta bezeichnet einen Boden, der durch menschliche Bewirtschaftung entstanden ist und im Unterschied zu den umliegenden Böden um ein Vielfaches fruchtbarer ist. Zudem speichern Terra-Preta-Böden große Mengen an Kohlenstoff, können Wasser sehr gut aufnehmen und zurückhalten, sowie Nährstoffe pflanzenverfügbar zur Verfügung stellen. Gerade in Gegenden mit armen Böden bietet ihre Herstellung daher großes Potential, um Erträge zu stabilisieren und zu Klimaschutz und einem günstigeren Wasserhaushalt beizutragen. Schon vor über tausend Jahren nutzten Menschen nicht nur in Südamerika diese einfache, aber revolutionäre Technologie, die die Umgebungen ihrer Siedlungen fruchtbarer machen konnte. In diesem Vortrag berichtet Dipl.-Forstwirt Philipp Gerhardt von der Entstehung und den Potentialen von Terra Preta und zeigt auf, wie sie von allen genutzt werden und zu einer nachhaltigen Landnutzung beitragen kann.
Vortrag mit Bildpräsentation

Fruchtbar, stabil und rentabel: Von ‚Landwirtschaft versus Naturschutz‘ zur integrativen Landnutzung

Landschaften und das weltweite Klima sind heute übernutzt, die Grundlagen für ein gutes und sicheres Leben sind in Gefahr. Dazu beigetragen hat nicht nur die Nutzung fossiler Rohstoffe, sondern auch das Konzept, dass Menschen außerhalb der Natur stehen und diese lediglich nutzen. So wird heute versucht, Schäden zu vermeiden und Landnutzung „nachhaltiger“ zu gestalten. Doch was wäre, wenn wir uns als Schlüsselart in Ökosystemen und Biosphäre begreifen würden, die die Möglichkeit hat, zu mehr Vielfalt, Stabilität und Fruchtbarkeit beizutragen? Was wäre, wenn wir, statt der Vereinzelung von Menschen und Entscheidungskompetenzen Strukturen schaffen, die die Nutzung kollektiver Intelligenz ermöglichen, so dass eine evolutionsfähige Potentialentfaltungsgesellschaft entsteht? In diesem Vortrag stellt Dipl.-Forstwirt Philipp Gerhardt u. a. Werkzeuge wie Soziokratie, Gewaltfreie Kommunikation, Keyline Design und Ökosystem-Mimikri vor und zeigt, wie die Synthese von ökologischen und sozialen Aspekten zu einer integrativen Landnutzung gelingen kann. So wird deutlich, dass es möglich ist, gerade in ländlichen Regionen Prozesse zu initiieren, die Natur, Ökonomie und eine lebendige Kultur nachhaltig sichern.
Einführung in die Thematik für ein breites Publikum. Vortrag mit Bildpräsentation

Baumfeldwirtschaft –  rentable und stabile Landnutzung durch silvo-pastorale Vollversorgungssysteme

Neben einem hohen Gesamtkapitalertrag bieten kombinierte Landnutzungssysteme aus gehözbasierter planzlicher Produktion und Tierhaltung in hohem Maße Kohlenstoffbindung, Erosionsschutz, Lebensraum für Wildtiere, Wasserrückhalt und Risikosicherheit. Zusätzlich sind sie besonders für kleinere Betriebe oder Solidarische Landwirtschaften förderlich, wodurch im ländlichen Räumen neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen und in Dörfern und Gemeinden eine lebendige Kultur erhalten werden kann. In diesem Vortrag stellt Dipl.-Forstwirt Philipp Gerhardt die Möglichkeiten solcher Systeme vor und zeigt Wege auf, wie sie in Betrieben, Kommunen und Landkreisen umgesetzt werden können.
Vortrag für Praktiker mit konkretem Bezug zur Umsetzung auf der Fläche. Vortrag mit Bildpräsentation

Impulse für eine zukunftsfähige Jagd

Die Jagd in Europa steht als eine Landnutzung unter vielen im Spannungsfeld vielfältiger Rahmenbedingungen. Einerseits stellen viele NutzerInnen Ansprüche, wie z.B. Holzproduktion, Schutzwirkungen, (Wald)weide, Naturschutz, Tourismus etc. Andererseits ist inzwischen klar, dass die Auswirkungen menschlicher Nutzung verheerende Folgen haben können. Ökosysteme und Biosphäre sind übernutzt und es müssen dringend regenerative Praktiken etabliert werden, die das Ganze im Blick haben. In diesem Vortrag beleuchtet Dipl.-Forstwirt Philipp Gerhardt, welche Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Landnutzungsformen, Biosphäre und Ökosystemen, sowie dem gesellschaftlichen Kontext die Jagd beeinflussen. Er zeigt Wege auf, wie Jägerinnen und Jäger in ländlichen Gemeinden wirken können, um mit anderen Nutzergruppen konsensuale Ziel- und Entscheidungsfindungsprozesse zu gestalten und so evolutive Lösungsansätze zu entwickeln. Auf der Basis des Rahmenwerks für die Umsetzung regenerativer Landwirtschaftspraktiken lässt sich eine Integration von Nutzungsinteressen und Nachhaltigkeitsaspekten schaffen, die die Lebensbedingungen für Wildtiere verbessert und auch der Jagdausübung in Zukunft Raum bietet.
Vortrag mit Bildpräsentation

Geographische Informationssysteme: Möglichkeiten der Anwendung von Open-Source-Software in der Planung von Agroforst- und integrativen Landnutzungssystemen.

Geographische Informationssysteme (GIS) können bei der Analyse und Synthese von Landnutzungssytemen durch die Bereitstellung von Informationen in übersichtlicher Form eine wertvolle Unterstützung sein. Inzwischen liegen solche Programme auch als Freie Software (Open Source, Free Software) vor, so dass sie günstig von vielen menschen genutzt werden können. In diesem Vortrag zeigt Dipl.-Forstwirt Philipp Gerhardt, wie mit einfachen Mitteln Gelände und Landschaften erfasst und kartographisch, z.B.  für die Planung von Erschließung oder Bepflanzung, aufbereitet werden können.
Vortrag mit Bildpräsentation