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Webinar_Aufbauende_Lawi2020

Blütenvielfalt statt Monokultur

Blühende Vielfalt: In diesem Agroforstsystem werden derzeit fruchttragende Bäume mit dem Anbau von Bienenweide und Gründüngung zum Humusaufbaui kombiniert.

Wo bisher ein Acker war, wird nun Humus aufgebaut und für Bienen und andere Insekten steht eine reichhaltige Blütenvielfalt bereit. Die anfängliche Investition lohnt sich nicht nur für den Betrieb, sondern auch für die umgebende Landschaft und die Bevölkerung. Schon jetzt freuen sich Imker im Umfeld über das Refugium für Ihre Nutztiere in der sonst so ausgeräumten Landschaft. Wenn man die Umgebung noch vor 2 Jahren durchwandert hat, wird man den Unterschied bemerken, denn nun wird es auch an heißen Sommertagen spürbar weniger heiß und trocken. In den kommenden Jahren wird sich das sicherlich noch verstärken und wir wollen hoffen, dass in der gesamten Landwirtschaft ein Umdenken geschieht. Vielleicht können wir doch noch flächendeckend zu einerPflegnutzung der Landschaft zurück kommen, die Artenvielfalt erhalten und das Klima stabilisieren? Packen wir es an!

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Der Waldgarten-Kuchen: Klimaschutz kinderleicht und lecker!

 

Ein Kuchen, der das Klima schützt? Ja, ganz einfach!

Wenn wir den Anbau von Gehölzen als Nahrungsmittellieferanten fördern, entwickelt sich als Gegenmodell zum Ackerbau, der keine nennenswerte Kohlenstoffbindung zulässt, eine „hölzerne Landwirtschaft“: Bäume, Sträucher und andere mehrjährige Pflanzen können die Basis einer gesunden Ernährung bilden und gleichzeitig durchwurzeln sie dauerhaft und tief den Boden, so dass Wasser und Nährstoffe gehalten werden. Sie schützen den Boden vor Wind und Austrocknung und unter ihnen entsteht wertvoller Humus im Boden, der große Mengen CO2 aus der Atmosphäre speichert. Dazu kommt eine Beweidung mit Rindern, Schafen, Hühnern etc., die uns wertvolle Produkte liefern und durch ihre Rolle im Ökosystem bei richtiger Bewirtschaftung ebenfalls zum Humusaufbau beitragen.

Das Rezept

Alle Zutaten aus Waldgärten / Agroforstwirtschaft, keine einjährigen Pflanzen!

400g Esskastanienmehl, 2 Eier, 125g Butter und eine Prise Salz zu einem Teig verkneten.

2/3 des Teigs in eine Springform drücken.

4-6 Stangen Rhabarber kleinschneiden und mit 100-200g Birkenzucker vermischen.

Den Rhabarber in die mit Teig ausgekleidete Form füllen, den Rest des Teigs als Streusel oben drauf. Das ganze bei ca. 180°C ca. 45 Minuten im Ofen (Ökostrom, Solarofen etc…) backen. Dann mit jung und alt im Schatten großer Bäume genießen.

 

Die Vision

Stellt euch mal vor, statt dürrer, staubiger Äcker hätten wir z.B. um Berlin herum eine lichte Wald-Weide-Landschaft. Die Bäume produzieren jedes Jahr Früchte wie Esskastanien oder verschiedene Nüsse, die zum krisensicheren Grundnahrungsmittel werden. In ihrem Schatten weiden Tiere und die Menschen genießen die Kühle und das Blätterrauschen im Wind. Dürreperioden werden abgemildert und es gibt wieder mehr Niederschläge und Trinkwasser… Überall summt, brummt und zwitschert es, weil auch die Insekten und Vögel wieder Nahrung und Lebensraum finden. Die Landschaft ist so schön, dass die Menschen wieder viel mehr draußen unterwegs sind, statt Autos, Unterhaltungselektronik und andere Ersatzbefriedigungen zu konsumieren. Der sinnlose Ressourcenverbrauch findet ein Ende und wir gewinnen den Kampf um ein stabiles Klima und ein gutes Leben für alle.

Übrigens

Besonders für Menschen interessant, deren Körper allergisch auf die industrielle, einjährige Landwirtschaft reagieren: Esskastanienmehl ist glutenfrei und sehr reich an Mineralstoffen. In Berlin gibt es z.B. die „Jute Bäckerei“, die ausschließlich glutenfrei bäckt und auch Brote mit Esskastanienmehl anbieten.

Ein Wald, der vor 200 Jahren als Esskastanien-Plantage angelegt wurde. Jedes Jahr können Menschen hier viele Tonnen Nahrung ernten, obwohl die landwirtschaftliche Nutzung schon vor langer Zeit aufgegeben wurde. Kein anderes Landwirtschaftssystem ist so lange produktiv!
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Keyline Design für Solidarische Landwirtschaft wächst und gedeiht

Luftaufnahme vom Keyline Design, das ich 2018 für die Solidarische Landwirtschaft ‚Minga‘ bei Zürich erstellt und eingemessen habe. Foto von Urs Ambühl.

Die nahe Zürich gelegene Solidarische Landwirtschaft ‚Minga vo Meile‚ hat im Jahr 2018 einen Selbsterntegarten mit ausschließlich mehrjährigen Gemüsen, Stauden, Sträuchern und Bäumen angelegt. Dafür habe ich ein Schlüssellinienmuster (siehe Keyline Design) erstellt und eingemessen. Damit wird der Feuchtigkeitshaushalt der Fläche ausgeglichen, indem die Pflanz- bzw. Beetreihen ein leichtes Gefälle vom feuchteren zum trockenern Bereich der Fläche aufweisen. Die Stellen, an denen es oft zu nass war und wo es zu Oberflächenabfluss kam, werden also hinsichtlich dieser Problematik entschärft. Dort, wo es vorher trockener war, steht mehr Wasser zur Verfügung, das dort außerdem länger gehalten wird und in die Tiefe einsickern kann.
Eine ausführliche Beratung zu Fruchtertragsgehölzen und anderen Aspekten von Agroforstsystemen wurde auch dort in Zusammenarbeit mit den Kollegen von Permagold, PARela und baumfeldwirtschaft.de durchgeführt und zahlreiche Studierende waren vor Ort um sich mit uns über Keyline Design etc. auszutauschen. So wurde schon im Planungsprozess ein wesentliches Ziel der SoLaWi berücksichtigt, nämlich Wissensaustausch und gemeinsames Lernen zu fördern. Das Design, was nun dort angelegt wurde, hat eine Modellcharakter für kleinere und insbesondere solidarische Landwirtschaften.

Kürzlich habe ich einige Aufnahmen bekommen, die zeigen, wie das System jetzt, ein halbes Jahr nach der Anlage aussieht. Das schöne ist, dass dort eine auf Gehölzkulturen basierende, also den Boden nicht störende, Nahrungsmittelproduktion mit Schlüssellinienkultur (siehe Keyline Design), dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft und der Selbsternte kombiniert werden. Dadurch ergeben sich nicht nur zahlreiche positive Effekte  für das lokale Ökosystem und das Klima, sondern es entsteht auch ein Ökosystembewusstsein unter der bewirtschaftenden Gemeinschaft.

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Brücker Waldgarten auf der „Karte von morgen“

Das gemeinnützige Projekt „Karte von morgen“ möchte Initiativen für einen sozialen und ökologischen Wandel sichtbar machen und vernetzen. Die Karte ist unter http://kartevonmorgen.org zu finden und jede*r kann hier Projekte und Unternehmen hinzufügen. Der nahe Berlin gelegene Waldgarten „Lummerland“, der zum Projekthaus „Frieda“ in Brück gehört, hat einen eigenen Eintrag und bereits eine erste Bewertung bekommen! Ich freue mich sehr, dass dieses ambitionierte Projekt so auch einer breiteren Öffentlichkeit sichtbar wird und die örtliche Gemeinschaft vielleicht Zulauf erhält. Natürlich bin ich auch sehr erfreut darüber, dass so vielleicht mehr Menschen vom dortigen Kursangebot erfahren und sich das Wissen, dass es für die gelingende Bewirtschaftung eines Waldgartens braucht, weiter verbreiten kann. Wenn ihr an einem Kurs oder Aktionswochenende im Waldgarten Lummerland teilgenommen habt, dann unterstüzt das Projekt gern mit einem Kommentar auf der „Karte von morgen“ – das ist sicherlich nachhaltiger als in kommerziellen Sozialen Medien (siehe https://digitalcourage.de/themen/facebook/).

 

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Die dünne Haut der Erde

In der derzeitigen Landwirtschaft wird der Boden immer wieder gestört, was zu massiven Verlusten an Biomasse im Boden, besonders an Humus führt. Dadurch schwindet die Fähigkeit der Böden, Nährstoffe und Wasser zu halten und bereitzustellen. Die Folge ist die Auswaschung von Nährstoffen, sinkende Erträge und die Emission großer Mengen von CO2 in die Atmosphäre.

Zu dieser Thematik gibt es jetzt eine Reportage des Deutschlandfunks mit dem Titel „Die dünne Haut der Erde“. In dieser kommt auch der engagierte Bauer Mark Dümichen zu Wort, mit dem ich zusammenarbeite. Er betreibt seit Jahren eine pflegliche Bodenbearbeitung mit minimalen Eingriffen, permanenter Begrünung und dem Einsatz von eigens hergestellten Bodendüngern („Kompost“). Er hat das Dürrejahr 2018 weit besser überstanden als so manch andere Bauern in Brandenburg und arbeitet schon an den nächsten Schritten in Richtung einer regenerativen Landwirtschaft. Derzeit erarbeite ich weitere Klimawandelanpassungsmaßnahmen für seinen Hof.

Die Reportage findet sich unter:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/landwirtschaft-die-duenne-haut-der-erde

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Kooperation statt Konkurrenz

Planer von „Permagold“, „PAReLa“ und „Baumfeldwirtschaft.de“ bei der gemeinsamen Flächenplanung

„Kooperation statt Konkurrenz“ ist ein wichtiger Leitsatz, wenn wir weltweit die Land(wirt)schaft verändern wollen. Denn Produktions- und Lebensformen, die auch dauerhaft die biologische Vielfalt und ein stabiles Klima erhalten, können wir nur erschaffen, wenn die Menschen rundherum gut versorgt sind. Da ist es schon eine Aufgabe der Planer und Planerinnen, füreinander zu sorgen und sich die anfallenden Arbeiten so aufzuteilen, dass die bestmöglichen Systeme entsehen können und dabei genug für alle zu tun ist. Da braucht es eine gute Kommunikation und viel Vertrauen, um alte Muster zu durchbrechen und neue Formen des Miteinanders zu finden. In der Szene der „regenerativen Landwirtschaft“ haben viele den Willen, neue Wege zu gehen und ein Klima der Kooperation zu erhalten. Ich wünsche uns allen dabei gutes Gelingen und bin sehr zuversichtlich. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an meine Kollegen Nicolas Haack, Michael Wack, Hendrik Gaede, Markus Stopfer und Daniel Wetzler für die bisherigen gemeinsamen Erlebnisse und die produktive und transparente Zusammenarbeit!

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Dürre, Hagel, Stürme – wer zeigt Lösungen auf?

Die Probleme werden offensichtlich – aber wer schreibt über Lösungen? Es wäre doch so einfach!

Das Jahr 2018 brachte eine extreme Dürre mit sich, die in der Landwirtschaft schwere Schäden verursacht hat. Auch auf Landschaftsebene gibt es gewaltige Probleme, wie das massive Absterben von Waldbäumen, ein Absinken des Grundwasserspiegels und damit verbunden eine große Unsicherheit in der Trinkwasserversorgung.

Noch können solche Extremwetterlagen teilweise ausgeglichen werden, indem in der Landwirtschaft bewässert wird und indem Trinkwasser aus anderen Regionen zugeführt wird. Doch durch diese Maßnahmen verschärft sich die Problematik, da der Grundwasserspiegel weiter absinkt und somit ein Speicher angezapft wird, der sich so schnell nicht erholen kann. Denn, wie der IPCC in seinem Sonderbericht vom September 2018 darstellt, werden Dürrejahre wie 2018 in Zukunft immer häufiger auftreten oder sogar die Regel sein, wenn sich das Klima weiter so entwickelt wie bisher. Gleichzeitig kommen Starkniederschläge, Hochwässer, Schlammlawinen, Erosion, Ernteausfälle etc.

Doch das alles muss ja nicht sein: Eine der einfache und billige Lösung ist eine Umstellung unserer Landnutzung, wie sie z.B. auf http://baumfeldwirtschaft.de angeboten wird. Durch die Anlage von gehölzbasierten Produktionssystemen schaffen wir klimawandelsichere Landwirtschaftsbetriebe, stabile Gärten und Siedlungsstrukturen, die auch in Zukunft nicht überhitzen. Doch wer berichtet über diese Lösungsmöglichkeiten?

Bisher gibt es dazu leider kaum Berichterstattung. Diese wird aber dringend gebraucht, damit die Leute, die Land nutzen, also vor allem Bauern und Bäuerinnen, an die notwendigen Informationen kommen. Denn dass es Probleme gibt, merken diese schon lange und suchen nach Lösungen. Was es braucht ist also der Brückenschlag zwischen Leuten, die Lösungen anbieten und denen, die sie brauchen. Deshalb rufe ich dazu auf, so vielen Menschen wie möglich davon zu berichten, wie einfach es sein kann, das eigene Land oder die gemeinde, ind er man lebt, umzugestalten, so dass diese Orte auch in Zukunft eine stabile Basis für ein Einkommen und ein gutes Leben bieten.

Ich wünsche mir Schlagzeilen wie:

„Bauer freut sich über stabile Erträge – dank Investition in Agroforst-Planung“

„Acker weicht Baumkulturen – keine Probleme mehr mit Klimawandel“

„Forstwirt sagt der Dürre den Kampf an“

„Trotz Dürre: Nussbaum-Ertragsanlagen in Brandenburg mit Rekordernte“

„Bauer steigt auf Agroforst um – kein Wassermangel mehr“

„Klimawandel umkehrbar – mit Bäumen runter vom Holzweg“

„Vom Hochwasserentstehungsgebiet zum Wasserspeicher – mit Humusaufbau und Bäumen wachsen reichhaltige Produktionslandschaften“

„Dorf bleibt im Sommer kühl – Bürger*innen danken Agroforst-Pionier“

„Essbare Stadt krisensicher, Einwohner*innen zufriedener“

„Naturschutz und Jagd zufrieden – Agroforstsysteme steigern Struktur- und Artenvielfalt“

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Baumfeldwirtschaft in Zeitschrift „OYA“

In der 51. Ausgabe („Garten Erde“) der Zeitschrift OYA erschien kürzlich mein Artikel über die Geschichte der Baumfeldwirtschaft und ihr Potential für die Zukunft unter dem Titel „In einer Waldlandschaft…“.

Kürzlich erschien in der Zeitschrift OYA mein Artikel über die Geschichte der Baumfeldwirtschaft und ihre Bedeutung für die Zukunft. Er kann unter dem von der Redaktion gewählten Titel „In einer Waldlandschaft…“ auch online gelesen werden. Ich empfehle, vorher den brillianten Artikel „Am Anfang war die Esskastanie“ meines Kollegen Florian Hurtig zu lesen, da ich vieles zur Frühgeschichte und zum Hintergrund der Idee der Baumfeldwirtschaft aus meinem Text herausgekürzt habe, weil ich wusste, dass Florians Artikel in dieser Ausgabe erscheinen würde. Insgesamt ist die neue Ausgabe (Nr. 51) der OYA eine sehr empfehlenswerte Zusammenstellung für einen Einblick in die Idee der regenerativen, hölzernen Landwirtschaft.

Artikel „In einer Waldlandschaft…“ von Philipp Gerhardt: https://oya-online.de/article/read/3065-in_einer_waldlandschaft.html

Artikel „Am Anfang war die Esskastanie“ von Florian Hurtig: https://oya-online.de/article/read/3067-am_anfang_war_die_esskastanie.html

Zeitschrift „OYA“ abonnieren: https://oya-online.de/order/abo.html
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Auf die Sorte kommt es an!

Auf die Sorte kommt es an! Eine veredelte Ertragssorte (Castanea crenata x sativa Bouche de Bétizac, links) und eine wilde Edelkastanie (Castanea sativa, rechts).

Pflanzt man Ertragssorten, so kann man z.B. bei Edelkastanien ab dem 2. oder 3. Standjahr mit jährlichen Erträgen rechnen. Bei einer Pflanze, die aus dem Samen gezogen wurde, setzt der Ertrag oft erst nach 10 oder mehr Jahren ein, Qualität, Größe und Regelmäßigkeit sind fraglich. Einen Ausweg bieten Populationszüchtungen, die vorerst aber in Europa noch nicht zu bekommen sind. Deshalb plane ich meine Anlagen immer mit erprobten Ertragssorten, was ich an dieser Stelle dringend empfehlen möchte. Besonders bei der Kastanie kommt hinzu, dass sie auf gewisse Krankheiten anfällig sein kann. Dann ist es wichtig, Baumschulware auszuwählen, bei der sowohl der Edelreis, als auch die Unterlage (!) die gewünschten Resistenzen aufweist.

gerade in Zeiten des Klimawandels darf man nicht mehr „irgendwas“ pflanzen. Es ist wichtig, sich damit auszukennen, welche Standortansprüche die Pflanzen haben und so zu planen, dass eine Anlage jetzt, aber auch mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft Früchte produziert und an ihrem Standort stabil bleibt.

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Keine regenerative Güterversorgung ohne nachhaltigen Transport

Szene aus dem Film „Klar zur Wende – Rückenwind für Frachtsegler“: Darstellung der stetig wachsenden Schadstoffbelastung aus Schiffsemissionen über Europa.

Ein Thema, das mich schon lange bewegt, wurde kürzlich vom Fernsehsender Arte aufgegriffen und mit einer Doku gewürdigt:

Es geht um die gewaltigen Umweltschäden des globalen Frachtverkehrs zur See. Abgesehen von den Schadstoffemissionen aus Schweröl, die weit über Europa verblasen werden und sogar in Berlin oder Warschau noch (mit dem Preis billiger Überseeprodukte) unbezahlte Gesundheitsschäden hervorrufen, ist der Treibhausgasausstoß ein ungelöstes Problem. Der Film zeigt, wie Pioniere an die alte Tradition der Frachtsegler anknüpfen und neue Wege entwickeln, wie ein Güterverkehr ohne fossile Brennstoffe aussehen könnte.

Dabei geht es nicht nur um technologische innovation, sondern auch zu einem guten Teil um das Überdenken unserer Haltung zum Konsum von Gütern. Wann und wie oft müssen wir bestimmte Dinge haben?

Der Film „Klar zur Wende – Rückenwind für Frachtsegler“ läuft derzeit auf Arte.tv und zeigt anschaulich, wie traditionelles Wissen mit modernen Methoden genutzt werden kann, um eine regenerative Zukunft zu schaffen – nicht ohne unsere Haltungen zu überdenken!

Stellen wir uns diese Fragen, so kann einerseits der Frachtverkehr mit einer Renaissance des Segelns revolutioniert werden, auf der anderen Seite wäre es für ein gutes Leben auf diesem Planeten sicherlich auch förderlich, ihm nicht nur einen „grünen Anstrich“ zu verleihen, sondern das zugrundeliegende System zu hinterfragen. Der Film „Klar zur Wende – Rückenwind für Frachtsegler“ ist daher auch für Überlegungen zur „hölzernen Revolution“ in der Landwirtschaft inspirierend. Auch dort können wir auf altes Wissen zurückgreifen, es um die Erkenntnisse der modernen Wissenschadft ergänzen und in eine regenerative Zukunft investieren – jedoch nicht, ohne unsere Produktions- bzw.

Versorgungssysteme zu entschleunigen und solidarökonomisch zu organisieren.

Der Dokumentarfilm ist noch bis 29.11.2018 unte folgendem Link abrufbar:

https://www.arte.tv/de/videos/048615-000-A/klar-zur-wende/